Das Interface geht. Das CMS bleibt.
Wenn Recherche und Beratung in einen KI-Assistenten wandern, verliert die Webseite ihre Rolle als einziges Interface. Das Interface kann künftig ein Chat, eine Suchmaschine, ein Sprachassistent oder ein Agent in einer Einkaufsplattform sein.
Der Content muss trotzdem irgendwo herkommen.
Er muss gepflegt, strukturiert und aktualisiert werden. Es muss klar sein, welche Information gültig ist, wie Inhalte zusammengehören und in welchem Kontext sie verwendet werden dürfen. Genau hier bleibt das CMS wichtig.
Deane Barker hat dafür auf der CMS Connect ein starkes Bild verwendet: Die zentrale Content-Basis wird umfangreicher, während die einzelnen Kanäle schlanker werden oder sich vervielfachen. Das CMS ist in diesem Modell nicht mehr hauptsächlich die Software, mit der jemand einzelne Seiten zusammenbaut. Es wird zur verlässlichen Quelle für Inhalte und Daten hinter verschiedenen Interfaces.
Dafür reicht es nicht, Content nur in Überschrift, Text und Bild aufzuteilen. Ein gutes Content-Modell beschreibt auch, was eine Information bedeutet, wie damit gearbeitet werden soll und welchen Zweck sie erfüllt.
Ein Produkt ist mehr als eine Produktseite. Eine Leistung ist mehr als ein Textfeld. Preise, Zielgruppen, Voraussetzungen, Eigenschaften, Ansprechpartner und Belege sollten strukturiert vorliegen. Nicht, weil Struktur an sich ein Ziel ist, sondern weil Inhalte dadurch verständlicher, wiederverwendbar und verlässlicher werden.
Das sichtbare Interface geht vielleicht woanders hin. Das CMS bleibt die Grundlage.